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Ausstellung / Kunst
Donnerstag, 25.11.21, 16:00 Uhr

Expanded Cinema

Die Sektion Expanded Cinema – eine Zusammenarbeit der internationalen Kurzfilmtage Winterthur, dem Geneva International Film Festival – macht die Vielfalt der audiovisuellen Form erlebbar: Im oxyd stossen wir unter anderem auf Edona Kryeziu, Martin Hegi, miauwz.visualz und Liridon Sulejmani (Kreissaal)… Edona Kryeziu: Greetings from an Elsewhere« Greetings from an Elsewhere» ist ein Kompilationsfilm aus Aufnahmen von privaten VHS-Kassetten. In den 1990er Jahren – während und nach dem Kosovo-Krieg – dienten solche Kassetten als Kommunikationsmittel zwischen Familienmitgliedern und FreundInnen: Sie wurden zwischen der Diaspora und den Daheimgebliebenen hin- und hergeschickt, um die neuen Lebensumstände zu zeigen. Das Projekt begann 2019, als die Künstlerin alte Videos ihrer Familie fand und zu einem Film zusammenstellte, der in der Nationalgalerie von Kosovo zu sehen war. In einem offenen Aufruf lud Edona daraufhin andere ein, ihr VHS-Kassetten zu leihen, die sie digitalisierte und zu einem kollektiven filmischen Archiv montierte. Martin Hertig Olimpia Ein Tableau, das die Augen jener Menschen stiehlt, die es in der Vergangenheit angeschaut haben und die es in der Gegenwart anschauen. Martin Hertigs «Olimpia» ist von E.T.A. Hoffmanns Kurzgeschichte «Der Sandmann» (1816) inspiriert. Darin verliebt sich der Protagonist in die schöne Olimpia, die sich als lebensechte mechanische Puppe herausstellt, die ihn in den Wahnsinn treibt. Die Technik wird hier gleichzeitig genutzt und kritisiert: Das Werk erörtert die mit der Verwendung und Abhängigkeit von Technologie verbundenen Gefühle und hinterfragt den Akt des Sehens auf subversive Weise, denn beim Betrachten des Kunstwerks wird man unweigerlich zu einem Teil davon. miauwz.visualz: shifting fabric «shifting fabric» ist eine interaktive Videoinstallation, die das Publikum in eine perspektivische, virtuelle Erweiterung des Ausstellungsraumes eintauchen lässt. Deren mit einer Game-Engine in Echtzeit erzeugte Architektur baut sich immer wieder neu auf und bricht zusammen, um dann einmal mehr in neuer Form zu entstehen. Dabei finden sich die von Sensoren und Kameras erfassten BesucherInnen im virtuellen Raum jenseits der Projektionsfläche wieder und werden Teil der Installation.

Veranstaltungsort

Oxyd Kunsträume
Untere Vogelsangstrasse 4
8400 Winterthur
info@oxydart.ch